„Fahrt an den Anfang der Alpen“ ist ein 12teiliger Fotoessay. Die einzelnen Aufnahmen zu den 12 Blättern entstanden zwischen 2008 und 2011 als Notizen zur Landschaft des Schneebergs in Niederösterreich. Es sind Wahrnehmungsstudien, respektive Recherche- und Dokumentationsmaterial im Rahmen des von Wolfgang Sohm 2008 initiierten Projekts „Berghaus Hochschneeberg“. Dieses nahm mit der Dokumentation des Baus des Bergbahnhofs der historisch schon gegebenen Zahnradbahn und der darauf folgenden Installierung des „Gesamtkunstwerks Hochschneeberg“ mit dessen Zentrum, dem „Paradies der Blicke“, welches nunmehr Niederösterreichs höchstgelegenste touristische Attraktion ist, seinen Ausgang. Es befasst sich seither auch mit der verstärkt betriebenen Vernutzung von Lebensweisen im Gebirge und Gebirgslandschaft im Erlebnisdesign. In der Umdeutung der Naturlandschaft in einen zu inszenierenden Erlebnisraum spiegeln sich in dessen inhaltlicher Bedeutung sowie in den Formfindungen des damit verbundenen Designs, die großen kulturellen Veränderungen unserer Zeit in erstaunlicher Schärfe. Die Auswahl der Fotos erfolgte nach ihrer Zuordenbarkeit von Wahrnehmungsmodi von Landschaft:

Die Romantische Landschaft – Sehnsuchtsraum
Die Aktivlandschaft – Erlebnisraum
Der Blick in die Landschaft – Landschaftsbetrachtung
Die inszenierte Landschaft – Erlebnisraumdesign

A.Petz

Vor uns die Ostseite des Schneebergs, die östlichsten Felsabbrüche der Alpen, also definitiver Beginn der Alpen. Oder auch das Ende. Je nach dem, ob man sich lieber am Anfang oder am Ende des Alpenzugs befinden möchte. Sagen wir, aus dem Wiener Becken kommend und die Waldberge des Wienerwaldes und der Gutensteiner Alpen bereits hinter sich lassend, oder überhaupt tiefer und weiter aus den Ebenen der Ungarischen Tiefebene zwischen Plattensee und Karpaten kommend, hier ist der Anfang. Hier treffen die aufsteigenden Strahlen der Sonne zum ersten mal auf einen Gebirgsstock der Alpen.

Über den Schneeberg
Download Fotoessay „Fahrt an den Anfang der Alpen“ (PDF, September 2013)